Smoken – so werdet ihr in 4 Schritten zum Profi!

Smoken zählt zu den Königsdisziplinen beim Grillen. Hier ist der Rauch der Freund jedes Grillmeisters, der für wahre Geschmacksexplosionen sorgen kann. Wir erklären euch, wie ihr in vier Schritten euren Grill dazu bringt, die geschmackliche Glanznote des Rauches optimal zu nutzen.

1) Jeder Grill kann Smoken!

Smoken ist mit fast jedem Grill möglich. Natürlich gibt es dafür aber auch eigens angefertigte Smoker-Modelle wie z.B. den Smokey Mountain Cooker. Dieser zählt übrigens zu der Kategorie „Watersmoker“, welche – im Vergleich zu den altbekannten Lokomotiven – aufgrund ihrer einfachen Bedienbarkeit gerade für Einsteiger geeignet sind. Denn Wasser muss hierbei nur wenig bis gar nicht nachgefüllt werden – sollte es doch einmal notwendig sein, gibt es dafür ein eigenes Türchen. Die Zufuhr von Wasser bzw. dessen Menge ist allerdings abhängig vom Grillgut. Bei einem Watersmoker zieht die Luft zudem von unten nach oben. Der Rauch gleitet so über das Grillgut und durch den entstandenen Wasserdampf kann die Temperatur stabil über einen langen Zeitraum niedrig gehalten werden.

Tipp: Wer über keinen Smoker verfügt, kann man mit dem richtigen Equipment auch auf seinem Gas-, Kugel- oder Elektrogrill räuchern! Wichtig hierfür ist eine sogenannte Räucherbox. In diese kann man die speziellen Räucherchips einfach einfüllen, die Box auf dem Grillrost platzieren und schon geht’s los.

2) Räucherchips oder Holzstücke?

Eine der wichtigsten Fragen stellt sich hier gleich zu Beginn: Womit wird eigentlich geräuchert? Die kurze und knappe Antwort: Grillt ihr einen ganzen Braten, sind Holzstücke oder zu Englisch „Woodchunks“ ratsam. Sie sind in denselben Sorten erhältlich wie auch Holzchips (Hickory, Apple etc.). Der einzige Unterschied ist: Chunks halten länger durch als ihre kleineren Verwandten. Sie brennen auch nicht gleich drauf los, sondern glühen langsam vor sich hin und erzeugen dabei einen aromatischen Rauch. Woodchips solltet ihr vor ihrem Einsatz hingegen mindestens eine halbe Stunde in Wasser ziehen lassen. Dadurch saugen sie Feuchtigkeit auf und verbrennen nicht beim Kontakt mit der Glut.

Tipp: Je länger die Chips in Wasser eingelegt werden, desto mehr Geschmack entfalten sie beim Räuchern! Wer zudem für einen extra Kick sorgen möchte, muss nicht zwingend auf Wasser setzen: Rotwein, Whiskey oder Apfelsaft können auch verwendet werden, um eine zusätzliche Geschmacksnote über den Rauch zu transportieren.

Mit Woodchunks oder Woodchips verpasst ihr eurem Grillgut die besondere Geschmacksnote.

3) Guter Rauch und böser Rauch?

Auf die Farbe des Rauches muss während dem Räuchervorgang ebenfalls geachtet werden: Dringt der Rauch in schwarzen Schüben aus, bekommt entweder das Feuer nicht genug Luft oder irgendwas fackelt euch gerade ab. Ein gutes Feuer braucht den richtigen Luftzug: Mit genügend Luft kann das Feuer angemessen brennen und der Rauch schön fließen. Die Belüftung sollte also insbesondere bei einem Holzkohlegrill offen sein und keine Aschereste, Staub oder anderer Dreck die Belüftung verstopfen. Die Luftlöcher im Deckel des Grills sind außerdem optimal platziert, wenn sie vom Rauch weggedreht sind. Somit muss sich der Rauch über das Grillgut bewegen und kann dann erst abziehen.

Tipp: Die Vorfreude auf das Rächerergebnis verführt oft dazu, mal schnell einen Blick in den Grill werfen zu wollen. Allerdings sollte der Deckel nur dann angehoben werden, wenn das Feuer angefacht bzw. das Fleisch kurz gewendet wird. Bleibt der Deckel des Grills zu lange offen, ziehen die Hitze und der Rauch ab. Ein guter Trick hierbei ist, das Wenden mit dem Anfachen zu kombinieren. So muss man den Deckel so wenig wie möglich heben.

Beim Smoken ist der Rauch der Freund des Grillmeisters.

4) Low und Slow

Wer Herr des Rauchs werden will, braucht vor allem eines: Taktik. Je nach Grillgut gibt es unterschiedliche Strategien, wie sich das Smoken zu einem wahren Geschmackserlebnis entwickelt. Dabei kann das Vergnügen mit dem Rauch einige Stunden einnehmen oder am Ende des Grillens den krönenden Abschluss für nur einige Minuten bilden. Viele verbinden mit dem Smoken einen längeren Räuchervorgang. Das ist aber nicht immer notwendig. Bei einem Steak oder einem Schopfbraten beispielsweise kann auch am Ende des Grillens nur ein paar Minuten bis zu einer viertel Stunde drüber geräuchert werden. Eurer Experimentierfreudigkeit sind auch hier keine Grenzen gesetzt

Tipp: Der Räuchervorgang sollte nicht zu lange dauern. Als wichtigste Faustregel gilt daher, das Räuchern für die halbe Zeit des Grillens zu bemessen. Wird etwas 3 Stunden gegrillt, sollte der Räuchervorgang nicht mehr als eineinhalb Stunden einnehmen. Zu viele Holzchips bzw. Holzstücke führen zudem zu einem übertriebenen Rauch und Holzgeschmack am Fleisch.

Mit diesen Tipps und dem dazugehörigen Werkzeug könnt ihr also getrost drauf los smoken! Wer noch weitere Feinheiten über das Smoken wissen möchte, sollte sich diese Smoker Lektüre von Weber Grill zu Gemüte führen. Wir wünschen gutes Gelingen!

 

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