Reste vom Grillen verwerten – so holt ihr das Beste aus übriggebliebenem Grillfleisch und Co!

Wer kennt es nicht: Die Sommerferien neigen sich dem Ende zu, also feiern wir den Schulstart unserer lieben kleinen – und die damit für uns zurückgewonnene Freizeit – in Form eines Grillfestes. Doch schon beim Großeinkauf dafür beschleicht uns die Angst, dass einer der Gäste hungrig wieder nachhause geht. Im Nachhinein kommt die Ernüchterung: Es war doch zu viel des Guten. Aber wie vermeidet man jetzt einen überfüllten Kühlschrank mit Grillresten? Hier gibt‘s ein paar einfache aber leckere Rezepte von Grillmeister Kurt, mit denen ihr aus euren Resten nochmal das Beste am Grill rausholt.

Reste vom Grill am Grill

In der Küche stapeln sich die gegrillten Reste. Dann gibt es den Typ Mann, der alles zusammen in eine Pfanne haut, und alles einmal ordentlich durchmischt. Im schlimmsten Fall erwartet er noch Applaus für diese „Meisterleistung“. Aber diesen Typ Mann vergessen wir jetzt – denn wir sind ja von der Spezies „Grillmeister“ und die haben sich wirklich Applaus verdient!

Der Wok als ideales Kombi Werkzeug

Daher gleich Vorweg: Die Pfanne könnt ihr im Schrank liegen lassen und stattdessen euren Wok  hervorholen, den ihr womöglich sonst nur für Asiatisches verwendet – wenn überhaupt. Dieser dient nämlich auch als praktische Koch- bzw. Bratfläche für den Grill und darf in eurem Zubehör keinesfalls fehlen! Wie wichtig er ist und welche Meisterleistungen ihr damit vollbringen könnt, zeigen wir euch hier – Frau, Kinder und Küche werden es euch in jedem Fall danken!

Kurts Tipp: Wem nach dem Grillgelage auch rohes Fleisch und Würstel übriggeblieben sind, kann diese übrigens in der Originalverpackung oder in Luftdichten Aufbewahrungsbehältern einfrieren. Am Tag vor dem nächsten Grillfest wird das Grillgut dann einfach in den Kühlschrank verlagert, wo es bis zum Anfachen des Grills langsam auftauen kann.

Ein Würstel-Vergnügen: Käsekrainer Risotto

Die Kombination aus Käsekrainer und Risotto mag auf den ersten Blick nach einem Gericht für Hartgesottene wirken. Die erste Ananas auf Pizza hat vermutlich ähnliche, fragende Blicke geerntet, ist heute aber ein beliebter Pizza-Hit. Daher raten wir: Einfach mal probieren und sich überraschen lassen! Für das Würstel-Risotto benötigt man zudem lediglich Jungzwiebeln, eine Zucchini und eine gegrillte Käsekrainer vom Vortag. Alle Zutaten sollten in ca. 1cm dicke Stücke geschnitten werden. Für die Risotto Basis benötigt man eine Zwiebel, eine Tasse Rundkornreis, etwas Öl, 1,2l Gemüsesuppe, Petersilie und Rosmarin und Weißwein zum Ablöschen. Zuerst den Reis im Wok trocken erwärmen und dann nach und nach Zwiebel und Öl hinzugeben. Sobald der Reis mit den Zwiebeln und dem Öl zu knistern anfängt kann man einen 1/8l Weißwein eingießen. Nach und nach kann jetzt die vorbereitete Suppe hinzugegossen werden, sodass der Reis die Flüssigkeit langsam aufnehmen kann. Nach ca. 25 Minuten können die Jungzwiebeln sowie die Zucchini und die Gewürze hinzugegeben werden. 5 Minuten vor dem Schluss wird erst die in Scheiben geschnittene Käsekrainer hinzugegeben. Zum Abschluss einfach etwas salzen, pfeffern und mit Parmesan garnieren.

Ein Rindfleisch-Genuss: Kartoffel-Steak Salat

Da am Tag nach einer Grillerei die Reste meistens schon etwas trocken sind, kann ein Salat mit Dressing wieder genügend Feuchtigkeit beisteuern, um den Geschmack aufzupeppen. Keine Sorge, ein Salat ohne beträchtlichem Anteil Fleisch kommt bei uns nicht auf den Tisch! Ihr dürft also entspannt weiterlesen und euch schon mal diese Zutaten zurechtlegen: Bratkartoffeln, 1 Dose Gemüsemais, Tomaten, Zwiebeln, Sour Cream, Schnittlauch und Rumpsteak, sowie etwas Öl und Weißweinessig. Und so geht’s:

Den Mais in ein Sieb gießen und abtropfen. Das restliche Gemüse putzen, zerkleinern und in einer großen Schüssel vermischen. Die Sour Cream mit 2EL Öl und etwas Weißweinessig glattrühren und anschließend mit etwas Salz und Pfeffer abschmecken. Währenddessen einfach im Wok auf dem Grill die Kartoffeln mit 2EL Öl anbraten. Ein guter Tipp hierbei ist, beim Braten der Kartoffeln das Steak des Vorabends in kleine Streifen zu schneiden und sie in den Wok unter die Kartoffeln zu mischen. So wird das Fleisch gleich aufgewärmt, ohne dass man eine zweite Pfanne oder ähnliches benötigt. Danach die gesamten Zutaten in einer Schüssel oder auf einer Salatplatte vermengen, mit dem Dressing beträufeln und Schnittlauch bestreuen. Wer möchte – und wir vermuten mal, das wollt ihr – kann den Salat zum Abschluss noch mit etwas Käse garnieren.

Ein Hendl-Hit: Pasta il Resto

Zum Abschluss haben wir noch ein Rezept für Fans von Hühnerbrüsten – ihr wisst ja hoffentlich, welche wir meinen! Für dieses einfache und dennoch wahnsinnig leckere Rezept braucht ihr: Fussili, Brokkoli, Erbsen, Butter, Mehl, Milch und Hendlfleisch vom Vortag. Und so geht’s:

Die Nudeln im Wok kochen und mit dem Brokkoli und den Erbsen vermischen. Dann die Reste des Hendls klein schnetzeln und darunterheben. Anschließend müsst ihr eine Bechamel Sauce anrühren: Dafür verrührt ihr einen EL Mehl in 2 Teelöffeln zerlassener Butter. Anschließend rührt ihr noch einen halben Liter Milch mit Salz und Pfeffer unter und gebt langsam und stetig etwas geriebenen Käse hinzu. Nach erstmaligem Aufkochen sollte die Sauce dick werden. In diesem Zustand kann man sie dann über die Brokkoli/Erbsen/Nudel/Huhn Mischung gießen. Zum Schluss noch etwas Käse drüberstreuen und bei 200 Grad für 20 Minuten auf den Grill stellen, bis die oberste Schicht braun überbacken und knusprig ist. Der Grill muss dabei selbstverständlich geschlossen bleiben.

Übrig gebliebenes Grillfleisch lässt sich gut verwerten.
Übriggebliebenes Grillfleisch lässt sich gut verwerten.

Kurts Tipp: Wer sich stolzer Besitzer eines Gasgrills mit Seitenkocher nennen darf, kann dieses Extra perfekt für die Zubereitung der Bechamelsauce nutzen! Auf diese Weise bleibt die Küche, wirklich gänzlich unberührt und man hat alle Komponenten des Werks stets im Blick.

Mit diesen Rezepten könnt ihr Freunden und Familie beweisen, dass ihr ein wahrer Meister am Grill seid. Und das Beste daran: Sudereien wird es dank dieser Gerichte am Mittagstisch nicht geben. Nicht von der Gattin, deren Küche dabei vollkommen verschont bleibt und nicht von den Kindern, die sich ohnehin am liebsten von Pasta, Würsteln und Käse ernähren würden. Lediglich im Brokkoli sehen wir bei Letzteren – erfahrungsgemäß – ein bisschen Konfliktpotential, aber auf den kann man gegebenenfalls ja verzichten.

Na dann: Moizeit!

Euer Kurt und das Besser-Grillen Team

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