Follow Up – die richtige Grill-Pflege mit 5 bewährten Tricks von Profis

Und plötzlich steht er da: Der Grill, den wir uns schon immer gewünscht haben. Für den wir nächtelange Debatten mit unseren (vermeintlich) uneinsichtigen Ehefrauen in Kauf genommen haben. Der in unserem Herzen einen festen Platz eingenommen hat – gleich neben den Kindern, der Mutter und der wiedergeliebten Ehefrau, die endlich nachgegeben hat. Natürlich wird er nach allen Regeln der Kunst gehegt und gepflegt. Aber nur ausgewählte Personen bekommen die Erlaubnis, ihn zu berühren. Damit euer heißgeliebtes Prachtstück aber auch wirklich nichts an Glanz verliert, haben wir hier Tipps der besonderen Art zusammengetragen, die nicht immer bekannt sind, auf die Profis allerdings schwören.

Tipp 1: Feuer und Flamme – wie funktioniert’s?

Zur Standardreinigung des Grills lässt sich sagen, dass die meisten Grillmeister mit der Methode des Ausbrennens arbeiten. Egal ob Holzkohle-, Gas oder Elektrogrill: Mit dieser Vorgehensweise werden selbst die hartnäckigsten Speisereste einfach weggebrannt. Sie lässt sich sehr einfach sowohl vor als auch nach dem Grillen anwenden und ist dadurch eine der bewährtesten – und zeitsparendsten (!) -Methoden der Grill-Pflege.

Das Anheizen bzw. Aufheizen des Grills auf 300 Grad bewirkt eine pyrolytische Reaktion. Dadurch verbrennen sämtliche Fett- und Essensrückstände auf dem Rost sowie Keime und Bakterien. Nach dem Ausbrennen muss man einfach nur noch mit einer Edelstahlbürste über den Rost kehren, sodass die restlichen Ruß- und Schmutzrückstände noch abgehen.

P.S: Manche werden sich vielleicht denken: „Die Drahtbürste geht auch“. Gleich vorweg: Nein! Denn durch die kann der Rost Schaden nehmen und ihr tut euch selbst und euren Gästen keinen Gefallen damit.

Tipp 2: Die Zwiebel brennt nicht nur in den Augen

Mit einer halben Zwiebel lassen sich wahre Wunder bewirken. Ein Trick der Grill-Pflege, auf den auch Grillweltmeister Adi Bittermann schwört, ist: Eine halbe Zwiebel in Sonnenblumenöl tauchen und mit der Fläche über den angeheizten Grillrost fahren. Dabei gibt es ein kurzes Aufflammen und Zischen auf dem Grill. Die halbe Zwiebel sammelt dabei die ganz feinen Rußrückstände auf. Zusätzlich sorgt es für eine antiseptische Wirkung. Der Rost ist somit im idealen Zustand, um mit dem Grillen zu beginnen, ohne, dass etwas auf dem Grill kleben bleibt.

P.S.: Wir müssen an dieser Stelle ja hoffentlich nicht extra erwähnen, dass diese Zwiebel nachher nicht mehr zum Verzehr geeignet ist – sicherheitshalber tun wir es aber doch.

Tipp 3: Die Zeitung heizt nicht nur an

Bei einem Holzkohlegrill gibt es einen Trick, der nicht einfacher sein könnte: Nach dem Grillen kann der Rost einfach in ein Stück feuchtes Zeitungspapier gewickelt werden. Dann ganz einfach den Rost über Nacht in dem feuchten Zeitungspapier ruhen lassen. Dadurch weichen sich sämtliche Rückstände auf dem Rost auf und können am nächsten Tag ganz einfach mit einem Tuch entfernt werden.

P.S.: Welche Zeitung ihr dafür nehmt, bleibt euch überlassen – wir empfehlen an dieser Stelle lieber keinen spezifischen Herausgeber…

Tipp 4: Wir können es nicht oft genug betonen:

Absolute No-Gos bei der Grill-Pflege sind natürlich das Reinigen des Grills mit Wasser oder mit übermäßigen Mengen an Spülmittel, dadurch kann es zu einem Schadensrisiko kommen. Ebenso sind Schwämmchen mit Scheuerpartikel zu meiden, da Sie ebenfalls Schaden verursachen können. Außerdem dürft ihr den Grillrost nie in den Geschirrspüler geben.

Tipp 5: Schwarz zu Braun – wenn die Kohle stimmt

Wichtig bei der Grill-Pflege ist auch die Art der Kohle, mit der man seinen Grill anheizt. Hierbei lassen sich die Unterschiede ganz klar zwischen der Braunkohle und Holzkohlebriketts erkennen: Denn beim Verbrennen von Braunkohle kommt es zu einer höheren Menge an Rußbildung. Dieser Ruß lagert sich dann auf der Innenseite des Deckels ab und wird oft mit dem Abblättern von Farbe verwechselt. Um eine übermäßige Menge an Rußbildung beim Grillen mit Holzkohle zu vermeiden, empfehlen sich hochwertige Holzkohlebriketts. Wie neu wird der Grill selbst mit intensiver und längerfristiger Pflege nicht mehr.

P.S.: Ein bisschen Kohle und Asche hat noch niemandem geschadet. Mittlerweile soll es sogar Menschen geben, die viel Geld dafür in die Hand nehmen, um sich das Zeug freiwillig ins Gesicht zu schmieren, es in ihre veganen Smoothies zu mischen oder es für die Kopfwäsche verwenden, um den Haarwuchs am kahlen Haupt zu motivieren. An alle, die letzteres schon versucht haben: Bitte lasst mich bzw. uns wissen, ob das wirklich funktioniert – euer Kurt alias „Spiegelglatze“.

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